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Sterne-Sammler

EDELTROPFEN Der Schloss-Brennmeister der Neuenburg ist vom Land nun für einen RotenMuskateller aus seinem Weinhaus geehrt worden.

FREYBURG - Matthias Hempel kann die Wände des Verkostungsraumes seiner Edelbrennerei auf der Neuenburg mit einem weiteren Stern schmücken. Erhalten hat er den diesmal nicht für Hochprozentiges, sondern für einen Roten Muskateller, eine Weinsorte, die an Saale-Unstrut nicht häufig ist und die Johannes Beyer in Laucha für das Weinhaus von Matthias Hempel ausgebaut hat. Vergeben wurde der „Kulinarische Stern“ jüngst von Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Haseloff und Landwirtschaftsministerin Dalbert. Die Winzerei ist für Hempel allerdings nicht Haupterwerb, das ist die Schloss-Brennerei der Neuenburg, die der einstige Anlagenberater und Immobilienmakler 2013 dort in einem ausgebauten Wirtschaftsgebäude eröffnet hat. Deren Erzeugnisse sind inzwischen vielfach ausgezeichnet worden. Auf der Destilata inWien holten 2016 zwölf eingereichte Brände zehn Medaillen. Beim Craft Spirits Festival in Berlin bekamer zwei von nur 16 vergebenen Goldmedaillen. Über 600 Produkte waren dort am Start (Tageblatt/MZ berichtete). Mit dem ersten Whisky, den Hempel im vorigen August nach drei Jahren im Fass auf die Flaschen füllte, ist er imaktuellen Whisky-Guide Deutschland vertreten. Der Brenner experimentiert zu dem gern mit ungewöhnlichen und seltenen Früchten. Ein Elsbeerbrand ist da sein bisheriges Meisterstück. Dieses Kernobst kann man im Gegensatz zu vielen anderen Früchten nicht industriell anbauen und ernten. „Für 200 Kilo Früchtemussman bis zurMaische über 100 Arbeitsstunden aufwenden“, schildert Hempel. Klar, dassman ein solches Tröpfchen nicht zu Supermarktpreisen verkauft. Manch Kunde aber nimmt dafür weite Wege auf sich. Neulich sei jemand aus Frankfurt dagewesen, der Hempels „Elsbeere“ auf Sylt gekostet hat und sich nun beim Erzeuger eindecken wollte. Auf der Ferieninsel nämlich hat ein Küchenchef diesen Brand im Programm, der aus Mitteldeutschland stammt, und der Gästen auch etwas aus seiner Heimat bieten will. Ein solches Regionalbewusstsein würde sich Hempel von noch mehr hiesigen Gastronomen wünschen. Zwar habe eine ganze ReiheHäuser hier seine Brände auf der Karte, doch, so Hempel: „Was Spirituosen angeht, stehtmancher noch an dem Punkt, den er beim Wein schon in den 1990er-Jahren hinter sich gelassen hat. Wer als Tourist hierher kommt,möchte etwas,was hier gewachsen ist - und eben auch, was hier gebrannt wurde“, sagt Hempel. Auszeichnungen können da ein wenig den Weg ebnen. Freyburgs Schloss-Brennmeister hat eine solide Ausbildung hinter sich. Nach einem Schnupperkurs für Obstbrenner 2011 an der Universität Stuttgart/Hohenheim folgte eine zweijährige Ausbildung zum Brenner an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim. Inzwischen hat Hempel die Ausbildung zum Brennmeister absolviert. Wer nach einer touristischen Führung durch eine Whisky-Destille denkt, das hat doch der Opa nach dem Krieg in seiner Küche auch hinbekommen, ist auf dem Holzweg. Einen guten Schnaps zu brennen, das ist eine Herausforderung, weiß der Brennmeister von der Neuenburg.

VON GERD STÖCKEL

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